Im Gutachten erfolgen Angaben über: Auftraggeber; Ort, Zeit und Umfang der Untersuchung und alle Untersuchungsdaten. Zwischen Tatsachen und Interpretation wird unterschieden und es erfolgt eine Trennung von Datenerhebung und Dateninterpretation. Die Sachverständige beschränkt sich auf die Aufgabenstellung.

Methodische Anforderungen

Die Sachverständige führt die Diagnostik durch (z.B. Intelligenztests, Persönlichkeitstests, Tests zur Bindungsfähigkeit und Erziehungsfähigkeit).
Ausgehend von der Aufgabenstellung werden psychologische Fragestellungen, Untersuchungshypothesen und Explorationsschwerpunkte formuliert und geplant. Dabei orientiert sich die Sachverständige an bisherigen Anknüpfungstatsachen. Die Verhaltensbeobachtung erfolgt nicht intuitiv, sondern mittels vorher festgelegter Beobachtungskategorien.
Es erfolgt eine hypothesengeleitete Verarbeitung der Befunde.

Anfertigung, Erstattung und Präsentation des Gutachtens

Alle vorhandenen Daten (Anknüpfungstatsachen, fremde Daten, eigene Daten) werden verarbeitet und es wird ein Befund erstellt, in dem eine komplexe Bewertung und Interpretation erfolgt. Die Sachverständige erstattet ein vorläufiges schriftliches Gutachten (so umfangreich wie notwendig). Die mündliche Gutachtenerstattung erfolgt auf Ladung des Gerichts.